domingo, 12 de junio de 2011

Phoenix, tertulia internacional

INTERNATIONALER FRÜHSCHOPPEN, So, 12.06.11, 12.00 - 13.00 Uhr

"Entfremdet - deutsche Alleingänge, europäische Zerwürfnisse, amerikanische Ängste."
Tina Hassel diskutiert mit Ulrike Guérot (Publizistin, Deutschland), Elisabeth Cadot (Journalistin, Frankreich), Gemma Casadevall (Agentur EFE, Spanien), Erik Kirschbaum (Thomson Reuters, USA)
Tina Hassel (Quelle: WDR)
Tina HasselWenn die Debatte über den Zustand der transatlantischen Partnerschaft die Hinterzimmer verlässt, dann ist dies mehr als ein Beleg dafür, wie ernst es steht.
Die Freiheitsmedaille für die Kanzlerin aus den Händen Obamas, dazu ein Staatsbankett im Weißen Haus: Schöne Fassade, nur wie viel Vertrauen ist noch da zwischen Berlin und Washington? Seit der Libyen-Enthaltung gelten die Deutschen als unsichere Kantonisten. Ein deutscher Sitz im Sicherheitsrat ist illusorisch. Amerika braucht die Deutschen, aber auch Europa, nicht nur in Libyen und Afghanistan.
Wo ist Europa? Wer hat hier politische Führung? Diese Fragen stellen nicht mehr nur die Amerikaner, auch die Europäer werden sich langsam ihrer Schwäche bewusst. Die Achse Berlin–Paris wackelt. Der Süden begehrt auf. Es steht viel auf dem Spiel. Und es geht um mehr als jene berühmte Telefonnummer für Europa.
Tina Hassel diskutiert mit internationalen Beobachtern über Koordinaten-Verschiebungen und Missstimmungen in der Partnerschaft zwischen dem alten Europa und dem neuen Kontinent. Selten wurde in den Hauptstädten so offen über Irritationen und Isolierung debattiert. Auch bei uns in Berlin.